Oncotherm – Wirkungsprinzip

Maligne Erkrankungen sind bekanntermaßen sehr komplex. Um sie zu besiegen, benötigen wir daher ebenfalls komplexe Methoden. Die Oncothermie ist eine Ergänzung zu den anerkannten konventionellen Behandlungsmethoden der Onkologie und kann in Verbindung mit allen Chemo- und Radiotherapien angewendet werden. Die Ergänzung der chirurgischen Behandlung in der prä- und postoperativen Phase mit dieser Methode bietet bemerkenswerte Vorteile für die Patienten.

Unser 3 Punkte-Wirkungsprinzip dient als Säule für den Erfolg der Oncothermie und damit der Verlängerung der Überlebenszeit.

1. Energieabsorption
2. Selektiver Fokus
3. Aktivierung des Immunsystems durch Modulation

 

Energieabsorption

Die Oncothermie macht sich das besondere Absorptionsverhalten der extrazellulären Flüssigkeit im Tumorgewebe bei Frequenzen um 10 MHz zunutze. Für die Energieübertragung nutzt die Methode, die nach dem Prinzip der kapazitiven Kopplung wie ein Kondensator arbeitet, elektromagnetische Wellen mit einer Frequenz von 13,56 MHz (Radiowellen).

 


 

Energieeintrag & Temperatur

Bei der Oncothermie bewirkt der Energieeintrag eine konstante Erhöhung der Temperatur der extrazellulären Flüssigkeit im Tumorgewebe. Dadurch entsteht ein Temperaturgradient (Temperaturgefälle) in der Zellmembran, der durch die kontinuierliche Energiezufuhr bis zum Equilibrium gegen Ende der Therapie aufrecht erhalten wird. Der in absoluten Zahlen sehr niedrige Temperaturunterschied führt aufgrund der ebenso geringen Wegstrecke zu einem starken Temperaturgefälle von extra– nach intrazellulär, das einen entsprechenden thermischen Stress auf die Membran ausübt, der bis zur Apoptose führen kann.

 

Selektiver Fokus

Da das Tumorgewebe eine niedrigere Impedanz als das umliegende Gewebe aufweist, wird der größte Teil der eingebrachten Energie durch das Tumorgewebe geleitet und dort absorbiert. Diese Selektion des Tumorgewebes (Selbstfokussierung) macht eine externe Fokussierung unnötig.

 

Aktivierung des Immunsystems durch Modulation

Die Oncothermie stimuliert durch die Schädigung bzw. teilweise Zerstörung der Zellmembran die Antigenexpression, insbesondere von Hitzeschock-Proteinen und damit eine gegen die Tumorzelle gerichtete Immunreaktion.